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Sich selbst im Weg zu stehen ist nicht das Problem

  • Autorenbild: Sandra Kempe
    Sandra Kempe
  • 26. Okt.
  • 3 Min. Lesezeit

Es ist der Widerstand dagegen.


Blog - Sich selbst im Weg stehen

Es gibt Menschen, die scheinen mühelos alles zu erreichen, was sie sich vornehmen. Und dann gibt es Menschen, die sich ständig selbst im Weg stehen. Oft merken sie es gar nicht so richtig. Sie fühlen sich machtlos und als Opfer der Umstände, dass sie es gar nicht erst versuchen, etwas an der Situation zu ändern.


Das geht schon ganz klein im Alltag los. „Ich würde ja gern …, aber …“, sind häufig die ersten Gedanken.


„Ich würde ja gern mal pünktlich sein, aber irgendwie kommt mir immer etwas dazwischen.“

„Ich würde ja gern Ordnung machen, aber ich habe dafür gar keine Zeit.“

„Ich würde ja auch mal gern ausschlafen, aber das geht nicht, wegen der Kinder.“


Was ist dein „Ich würde ja gern …, aber …“?


Wir finden immer Gründe, warum etwas nicht funktionieren kann. Und mit genau dieser Überzeugung stehen wir uns selbst im Weg.


Der Ursprung kann sehr vielfältig sein, ist aber meistens in der Kindheit oder frühen Jugend zu finden. Darum soll es aber in diesem Artikel nicht gehen. Ich möchte heute eine Lanze für diejenigen brechen, die sich ständig selbst im Weg stehen. Denn sie können erst einmal nichts dafür. Früher warst du tatsächlich ein Opfer der Umstände – als du noch klein und auf Hilfe angewiesen warst. Damals war das ein echtes Problem. Und das hast du dir bis heute gemerkt. Der Unterschied zwischen damals und heute ist klar: Jetzt bist du erwachsen und selbst in der Lage dich um dich zu kümmern.


Genau da beginnt die Eigenverantwortung.


Wenn du aufhörst anderen (äußeren Umständen) die Schuld zu geben und dich als Opfer zu fühlen und beginnst du deine Selbstsabotage zu erkennen.


Wann blockierst du?

Wo findest du immer wieder Gründe?

Wann wirst du krank? Wo reagiert dein Körper?

Was will dir einfach nicht gelingen?

Was wiederholt sich ständig, auch wenn du es zu verhindern suchst?


Es ist nach meiner Erfahrung nicht die fehlende Veranlagung oder die äußeren Umstände, sondern die eigene Überzeugung. Wenn du weißt, was du denkst, weißt du auch warum etwas passiert. Deine negativen Glaubenssätze über dich und dein Weltbild sorgen dafür, dass dein Leben ist, wie es ist. Du bist also selbst dafür verantwortlich, wie es ist.


Nun kannst du sauer werden oder dich dagegen wehren. Du kannst wieder in den Opfermodus wechseln ... oder du nimmst an, wie es ist. Denn es ist, wie es ist. Und das ist in Ordnung so. Du hattest gute Gründe so zu handeln und so über die Welt zu denken. Nur jetzt stehst du dir damit selbst im Weg.


Aber das ist nicht das Problem. Du bist nicht falsch, wenn du dich sperrst. Der Weg hinaus, ist die bewusste Annahme. Es geht gar nicht darum alle Selbstsabotage-Programme so schnell wie möglich aufzulösen und "besser" zu werden. Es geht nur darum zu erkennen, was man wann tut.


Punkt. Mehr ist es nicht.


In dem Moment, wo du dir bewusst bist, was genau du tust und verstehst, was du damit zu verhindern versuchst, kannst du dich wieder mehr lieben. Ja, dann blockierst du dich eben gerade wieder. Na und? Dann ist das jetzt eben so. Vielleicht passt der Moment jetzt wirklich noch nicht für dich. Vielleicht ist es aber auch an der Zeit dich der Angst dahinter zu stellen. Da gibt es kein „richtig oder falsch“. Kein „ganz oder gar nicht“. Es gibt nur dich und deine ganz persönlichen Ansichten zu einer Situation. Und das kann dir niemand absprechen. Du hast deine Gründe. Du entscheidest, ob du dich dem stellst oder lieber (noch) nicht.


Nur eines ist dabei wichtig:

Mach nicht die Umstände oder andere Menschen dafür verantwortlich!


Übernimm die Verantwortung für dein eigenes Wohlbefinden! Das sorgt nicht nur dafür, dass du dich kraftvoller und selbstwirksam fühlst, sondern auch dass du wirklich etwas in deinem Leben verändern kannst. Und ist das nicht genau das, was du eigentlich willst? Endlich wieder selbst das Zepter in der Hand zu haben und entscheiden zu können, was als Nächstes passiert? Na klar, du kannst nicht alles kontrollieren. Aber gar nicht mehr mit zu gestalten, ist auch keine Lösung. Oder?

 
 
 

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