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Die Welt ist voller Menschen, aber die Menschlichkeit fehlt.

  • Autorenbild: Sandra Kempe
    Sandra Kempe
  • 26. Okt.
  • 2 Min. Lesezeit

Wie du inneren Frieden in einer einsamen Welt findest


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Wann hast du dich das letzte Mal in Gesellschaft so richtig angenommen und frei gefühlt? Ich meine so richtig, dass du den Menschen um dich herum vollkommen vertrauen konntest, du dich einfach hast gehen lassen können und genau wusstest, dass du dafür weder abgelehnt, noch bewertet wirst?


Oder kennst du es eher so, dass du in einer Taube von Menschen bist und dich trotzdem einsam fühlst?


Genau das meine ich.


Dann fällst du in ein Loch, erinnerst dich an die Einsamkeit aus früherer Kindheit, wo Mama und Papa mehr mit sich selbst, anstatt mit dir beschäftigt waren. Vielleicht hast du auch schlimme oder traumatische Erfahrungen gemacht und niemand hat dich danach gehalten. Das brennt sich in eine zarte Kinderseele ein. Dann bist du selbst nicht mehr dazu in Lage Nähe zuzulassen, geschweige denn, sie anderen zu bieten.


Tadaaaa. Willkommen in der aktuellen Welt.


Jeder Mensch, der nicht in der Lage ist, von Herzen eine Verbindung aufzubauen, trägt seine Altlasten noch auf seinen Schultern und hat allerhand mit sich selbst zu tun. Genau wie deine Eltern damals und wie du heute auch. Der Kreislauf des Leben. Prima! – Nicht.


Denn dadurch entsteht eben genau dieses Phänomen, dass du dich umgeben deiner eigenen Freunde einsam fühlen kannst. Und das nicht nur, weil sie dich nicht sehen, weil sie sich selbst nicht sehen. Sondern auch, weil du dich selbst nicht siehst. Wenn du dich nicht richtig siehst, dich nicht zeigst, wie du wirklich bist, dann können sie dich gar nicht sehen. Es ist, als ob du dich verkleidest und so tust, als wärst du jemand anderes.


Das Drama beginnt dann, wenn du aber eigentlich tief in dir drin, so gesehen und angenommen werden möchtest, wie du bist, die Menschen um dich herum aber nur deine Verkleidung sehen und dich entsprechend behandeln. Automatisch fühlst du dich nicht gesehen und machst die anderen dafür verantwortlich. Denn schließlich bist du doch hier! Du stehst doch genau neben ihnen und sprichst mit ihnen. Warum sehen sie dich dann nicht?


Das ist der Moment, wo die alte Einsamkeit wieder in dir aufsteigt und du dich inmitten von liebevollen Menschen absolut allein gelassen fühlen kannst.


Und weißt du was? Ich spreche aus Erfahrung. Das tut weh. Denn du kannst in dem Moment nicht erkennen, wie du selbst dafür sorgst, dass du dich so fühlst. Deine früheren Erfahrungen aus der Kindheit, von deinen Eltern tatsächlich nicht gesehen worden zu sein (weil sie mit sich selbst so sehr beschäftigt waren), haben eine Überzeugung in dir angelegt, die du dir dann immer in den entsprechenden Situationen unterbewusst wiederholt hast.


Damals war es dein wichtigster Schutz. Heute hindert es dich daran, echt zu sein und in Verbindung zu treten. Wenn du herausfindest, von welchen negativen Glaubenssätzen du heute noch überzeugt bist, kannst du sie mit Bewusstsein auflösen. Und sobald du ganz bei angekommen bist, mit allen Ecken und Kanten, kannst du durch die Welt gehen, ohne dich davon irritieren zu lassen, wie andere mit dir umgehen. Dann entsteht innerer Frieden inmitten einer einsamen Welt.

 
 
 

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